Die drei Wege im Vergleich
Der schnellste Weg braucht kein Wissen über Karten-Technik. Bei My Maps meldest du dich an, klickst auf «Neue Karte erstellen», gibst ihr einen Namen und setzt deine ersten Punkte. Das ist eine Sache von Minuten.
| Weg | Was du brauchst | Wofür er taugt |
|---|---|---|
| Kartendienst wie Google My Maps | Ein Konto, keine Technik | Schnell eine Karte bauen und per Link teilen |
| Öffentlicher Kartenviewer | Nur einen Browser | Vorhandene Karten ansehen, einen Ausschnitt weitergeben |
| Eigener Code mit Leaflet | HTML und etwas JavaScript | Eine Karte, die dir gehört und aussieht, wie du sie willst |
Der dritte Weg klingt grösser, als er ist. Leaflet ist eine offene Bibliothek für interaktive Karten und wiegt rund 42 Kilobyte JavaScript, also weniger als ein einzelnes Foto aus deinem Album. Ein paar Zeilen Code, und die Karte liegt auf deiner eigenen Seite.
Bevor du die erste Nadel setzt
- Wer soll die Karte ausser dir öffnen können?
- Was passiert mit ihr, wenn der Dienst irgendwann zumacht?
- Kommen später Fotos und Geschichten dazu, oder reichen Punkte?
Was nach ein paar Wochen aus der Karte wird
Der Bau ist der leichte Teil. Die Frage, die länger trägt, ist eine andere: wer die Karte in einem Jahr noch öffnet.
Die meisten selbst gebauten Karten scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern daran, dass sie in einem Link liegen, den niemand mehr anklickt. Eine Karte, die zwei Menschen gehört und die beide füllen, hat den Grund zum Wiederkommen eingebaut. Genau das trennt eine Ansammlung von Punkten von einer Memory Map, auf der jeder Ort eine Geschichte trägt.
Was die Schweizer Karten zeigen
Wie weit ein fertiger Kartenviewer kommt, siehst du am Geoportal des Bundes. Der Viewer auf map.geo.admin.ch läuft ohne Konto und ohne Installation, und die Hilfeseite zum Kartenviewer beschreibt ihn so:
Der Kartenviewer von geo.admin.ch ist eine intuitive Anwendung für die Suche, Anzeige und Nutzung von Informationen geografischer Art. Sie ermöglicht die interaktive Darstellung von Karten und eingeblendeten Fachdaten mit Hilfe eines standardmässigen Web-Browsers.
Wanderwege, Gemeindegrenzen, alte Landeskarten: das alles liegt dort bereit, für die ganze Schweiz und ohne Gebühr. Was dort nicht liegt, ist euer Sommer im Lavaux oder die kleine Beiz, in der ihr euch untergestellt habt, als es plötzlich schüttete. Amtliche Karten halten Fakten fest. Eure Orte haltet ihr selbst fest, sonst tut es niemand.
Wenn die Karte eine Erinnerung sein soll
Sobald zwei Leute dieselbe Karte füllen, ändert sich die Frage nach dem richtigen Werkzeug. Dann zählt nicht mehr, wie viele Ebenen ein Dienst verwalten kann. Dann zählt, ob beide von unterwegs etwas dazulegen können und ob das Gemeinsame auch dann noch da ist, wenn ein Handy im Zug liegen bleibt.
Für eine Route, die du einmal teilen willst, reicht My Maps vollkommen. Für die Orte, an denen ihr zusammen wart, lohnt sich der Blick auf eine Karte, die von Anfang an für zwei gedacht ist: Trovely, one world for two.
Eure gemeinsamen Orte gehören nicht in eine weitere Linksammlung, sondern auf eine Karte, die euch beiden gehört: schaut euch Trovely an.